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Der Lutz „Hitler-sein-ist-nicht-schlimm“ Bachmann in München

Die 23. Kundgebung des Münchner Ablegers der Pegida Gruppierung sollte etwas ganz besonderes werden. Ein lauer Sommerabend, bestes bayerisches Wetter und der „Superstar“ der rechten Szene: Lutz Bachmann.

Lutz Bachmann in München. Unverkleidet.
Lutz Bachmann in München. Unverkleidet.

Doch München ist nicht Dresden und so sammelte sich ein kleines Häufchen – zwar etwas mehr als sonst aber dennoch nicht mehr als 200 – Anhänger der ausländerfeindlichen Bagida („Bayern gegen die Islamisierung des Abendlandes“) am Marienplatz zur Kundgebung. Erwartet wurde die Gruppe von rund 1500 Gegendemonstranten, die die „Patrioten“ in einem Konzert aus Pfiffen und Rufen untergehen ließen. Ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und sonstigen Organisationen hatte zum Protest aufgerufen. Damit sorgten sie, dass die Forderungen der einzelnen Redner – „seid ihr bereit, die deutsche Heimat zu schützen? Dann ran an die Arbeit…!“ – für die allermeisten wohl nicht verständlich wurden.
Die Stimmung war sehr angespannt und entlud sich, als Lutz Bachmann die Bühne betrat und mit seiner Rede begann. Ein geworfener Farbbeutel ließ dann die angespannte Atmosphäre eskalieren und die Polizei mischte sich mit teils roher Gewalt unter die Demonstrierenden. Mit Tritten, Schlägen in den Unterleib und den Bauch bahnten sich die Einsatzkräfte einen Weg durch die Menge. Pressevertreter, die innerhalb der Absperrung das Geschehen dokumentieren wollten, wurde dabei wegen angeblicher „Behinderung der Polizeiarbeit“ aus dem Innenraum verwiesen. Festgenommen wurden dabei u.a. drei Personen wegen zeigen des nackten Hinterteils.

Am Ende konnte Bachmann gut geschützt von Leibwächtern und Polizei und verkleidet, die Veranstaltung ohne weitere Zwischenfälle verlassen.
Auf dem Weg nach Hause wurden immer wieder kleiner Gruppen festgehalten und die Personalien kontrolliert. Den Personen wurde Vermummung und Bewaffnung mit Steinen vorgeworfen. Dabei wurde gerade eine kleine Gruppe Gegenprotestanten am U-Bahnhof Marienplatz mit Steinen attakiert. Gerade vor dem Hintergrund, dass im Landtag erneut eine Verschärfung des Versammlungsgesetztes diskutiert wird, erscheinen viele Maßnahme an diesem Tag, unglaubwürdig und sind zu kritisieren. Erneut wird kreativer Protest mit aller Härte verfolgt, während auf der Bühne, Redner ungeniert zur Gewalt gegen Schutzsuchende und Ausländer aufrufen.

Weitere Berichte: lacause, 24mmjournalism, EndstationRechtsBayern